Erdbebenopfer in Südasien - Hilfeaufruf *UPDATE3*
So sah sich die Regierung in Thailand gezwungen, ihre
Angaben zu korrigieren. Die Zahl der registrierten Toten im
Land verdoppelte sich beinahe auf 4500. Zudem rissen die
Fluten drei Mal so viele Touristen mit in den Tod, als
bislang befürchtet. Die Behörden gehen nun von mindestens
2200 toten Urlaubern aus. Außerdem wurden an einem 30
Kilometer langen Strandabschnitt nördlich der beliebten
Reiseinsel Phuket jetzt rund 3.500 Leichen entdeckt.
Regierungsangaben zufolge sind viele dieser Toten noch nicht
in die vorläufige Opferbilanz eingegangen. In Phuket findet
heute die erste offizielle Trauerfeier für die Angehörigen
der Toten statt.Indonesien rechnet mit bis zu 100.000 Opfern
Noch deutlich schlimmer als in Thailand fällt die vorläufige Bilanz in Indonesien aus. Die Behörden befürchten hier ein Ansteigen der Totenzahlen auf 100.000. Mit dieser Zahl sei zu rechnen, da an der Nordwestküste der Insel Sumatra noch immer zahlreiche Leichen entdeckt würden, sagte Gesundheitsminister Siti Fadillah Supadi. Bislang war die Zahl der Opfer in Indonesien offiziell mit 80.000 angegeben worden.
Hunderttausende Überlebende von Epidemien bedroht
Hunderttausende Überlebende in den betroffenen Gebieten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation von Epidemien bedroht. Helfer und Einheimische in allen betroffenen Ländern arbeiten weiter fieberhaft daran, die zahllosen Leichen zu begraben oder zu verbrennen. Etwa fünf Millionen Menschen wurden obdachlos.
Nach Angaben der
Bundesregierung werden auch
noch mehr als 1000 deutsche Touristen im Krisengebiet
vermisst, die meisten von ihnen in den thailändischen
Ferienregionen Phuket und Khao Lak. In Deutschland und
anderswo bitten die Hilfsorganisationen weiterhin um
Spenden.
(Bilder und Texte copyright bei www.tagesschau.de)
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Erdbebenopfer in Südasien - Hilfeaufruf
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