Japan: Handy bremst Redefluss des Anrufers
Das Telefon ist mit allen Eigenschaften eines modernen Handys ausgestattet und wird vom Netzbetreiber NTT DoCoMo angeboten. Die Firma verspricht, dass es kein Problem mehr sein sollte, dem Redefluss eines schnell sprechenden Jugendlichen zu folgen.
Wenn der Benutzer einen Schalter an der Seite des Geräts betätigt, wird die Stimme des Anrufers automatisch auf 70 Prozent der normalen Geschwindigkeit gebremst und so verständlicher gemacht. Der Effekt ähnelt ein wenig dem zu langsamen Abspielen einer Tonaufnahme.
Die Technologie verlängert die gesprochenen Wörter, während sie die Pausen zwischen den Wörtern leicht verkürzt, um so ein Längerwerden des Gesprächs zu verhindern. Es kommt zwar dennoch zu leichten Verzögerungen, aber wenn diese länger als eine Sekunde werden, schaltet das Gerät wieder auf die normale Geschwindigkeit um. Um dies zu erreichen müsste der Gegenüber jedoch vollkommen ohne Punkt und Komma sprechen.
Das Raku-Raku ist der neueste Versuch die Taschen der gutbetuchten älteren Bevölkerung Japans für die Telefonkonzerne zu öffnen und kostet ungefähr 200 Euro. Japan hat noch grössere Probleme mit dem Älterwerden der Gesamtbevökerung als Deutschland, weswegen immer mehr Unternehmen versuchen auch den Anforderungen älterer Menschen gerecht zu werden, um neue Märkte zu erschliessen.
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