WWDC: Apple zeigt Leopard und wettert gegen Vista

Gestern eröffnete Steve Jobs die World Wide Developers Conference (WWDC) in San Francisco und zeigte das im kommenden Frühjahr erscheinende Betriebssystem Mac OS X 10.5, das auf den Namen Leopard hört und vom Apple-Boss auch als Vista 2.0 bezeichnet wird. Bereits im Foyer des Konferenzzentrums stimmten reisige Plakate auf die Präsentation ein (siehe Foto). Sprüche wie "Hasta la vista, Vista" konnte man sich natürlich nicht verkneifen. Doch so viel Neues wurde nicht gezeigt. Angeblich will man verhindern, dass Microsoft in letzter Minute noch einige Ideen für sein Ende des Jahres erscheinendes Betriebssystem Windows Vista kopiert.


Die größte Neuerung dürfte die Unterstützung für 64-Bit-Anwendungen mit grafischer Oberfläche sein. Bisher konnten nur entsprechende Kommandozeilenprogramme ausgeführt werden. Weiterhin wird Boot Camp zum Lieferumfang gehören. Damit kann Windows als zweites Betriebssystem auf einem Mac zum Laufen gebracht werden. Ein Backup-Tool namens Time Machine (Zeitmaschine) legt Datensicherungen auf anderen Festplatten oder Servern an. Diese lassen sich dann sehr komfortabel durchsuchen, um beispielsweise eine ältere Version einer bestimmten Datei aufzuspüren.

Ebenfalls neu ist ein Werkzeug namens Spaces, welches das Anlegen virtueller Desktops ermöglicht. Überarbeitet werden die mit der aktuellen Version eingeführten Widgets, Apple Mail, iCal sowe iChat. Leopard wird im Frühjahr 2007 auf den Markt kommen, einen genauen Termin gibt es noch nicht.
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