Chinesen entwickeln Billig-Computer mit eigener CPU
Zunächst will man zu Testzwecken nur eine geringe Stückzahl der Geräte produzieren, die zu Preisen zwischen 140 und 160 Euro vertrieben werden sollen. Wenn die geplanten Feldtest zufriedenstellend verlaufen, soll die Massenproduktion beginnen. Ziel ist es, den PC für rund 100 Euro verkaufen zu können.
Der Hersteller setzt bei seinem neuen Produkt auf die Verwendung der sogenannten "Godson"-CPU. Der Prozessor soll zwischen 800 und 1000 Megahertz getaktet sein. Zur weiteren Ausstattung des Billig-PCs gehören 256 Megabyte DDR-RAM und eine Festplatte mit 40 bis 60 Gigabyte Kapazität. Als Betriebssystem wird eine spezielle Linux-Variante eingesetzt.

Zur weiteren Ausstattung des Geräts, das an eine Set-Top-Box erinnert, gehören vier USB-Anschlüsse und 100-Megabit-Ethernet. Der verwendete Prozessor ist eine 64-Bit-CPU. Es handelt sich dabei um die zweite Generation, deren Architektur stark an die von MIPS-CPUs erinnert, welche bis heute häufig die Basis für Embedded-Systeme bildet.
Im Jahr 2002 war die erste Generation der Godson-CPUs vorgestellt worden, bei denen es sich noch um 32-Bit-Modelle mit einem Takt von 266 Megahertz handelt. Im Frühjahr 2005 wurde dann eine 64-Bit-Variante eingeführt, die bei einem Takt von 500 Megahertz die Leistung eines Intel Pentium 3 mit gleicher Frequenz bieten soll.
Die Entwicklung der Godson-Prozessoren wird seit jeher von der chinesischen Regierung tatkräftig unterstützt. 2008 sollen Godson-Modelle deshalb auch in einem Supercomputer eingesetzt werden, der derzeit noch in der Planung ist. Die CPUs sind nicht x86-kompatibel, können also nicht als Basis für einen Windows-Computer genutzt werden.
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