Vista: Kritik an Kernelschutz laut Kaspersky grundlos
Offenbar findet diese Meinung in der Branche jedoch wenig Unterstützer.
Nach Sophos hat mit Kaspersky nun ein weiteres Schwergewicht aus dem Bereich der IT-Sicherheit Unverständnis für die Behauptungen der Konkurrenzunternehmen geäussert. Nach Auffassung der russischen AntiVirus-Spezialisten wird die Arbeit der Sicherheitsfirmen durch die neuen Sicherheitsfunktionen nicht behindert.
Man habe bisher bei Vista keinerlei Maßnahmen erkennen können, die autorisierten Unternehmen den Zugriff auf den Systemkern unmöglich machen, heißt es. Derartige Aktionen sind laut Kaspersky für Microsoft auch nicht sinnvoll, da das Unternehmen seine Arbeitsweise dafür vollständig umstellen müsste, wodurch auch die Sicherheit in Mitleidenschaft gezogen werden würde.
Microsofts Sicherheitsansatz basiert laut Kaspersky auf der Zusammenarbeit mit Drittanbietern. Während der jährlichen Konferenz für Firmen, die Sicherheitsprodukte für Windows herstellen, wollen die Russen keine Einschränkungen der Zusammenarbeit bemerkt haben.
McAfee hatte in der vergangenen Woche in einem offenen Brief, der in der Wirtschaftszeitung Financial Times als ganzseitige Anzeige abgedruckt wurde, Kritik an Microsofts Kernelschutz geäussert. Man warf den Redmondern vor, sich eine Zukunft zu wünschen, in der das Unternehmen nicht nur die Kontrolle über das Betriebssystem der meisten Computer dieser Welt hat, sondern auch für deren Sicherheit verantwortlich ist.
Microsofts Sicherheits-Chef Ben Fathi forderte Symantec und McAfee daraufhin in einem Interview dazu auf, selbst Innovationen zu schaffen, anstatt auf althergebrachte Technologien zu setzen. Bei Windows Vista sei das Ziel, ein möglichst sicheres Betriebssystem liefern zu können, das auch den Auflagen der Europäischen Union entspricht, sagte er damals.
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