Microsoft geht gegen Auktionen illegaler Software vor

Microsoft Microsoft hat heute angekündigt, weltweit mehr als 50 Klagen gegen Online-Händler einzureichen, denen man vorwift, mit illegaler Software zu handeln. Dabei konzentriert man sich auf Personen, welche die Produkte über Online-Auktionshäuser vertrieben haben. In den USA sollen 15 Klagen angestrengt werden, während in Deutschland und den Niederlanden jeweils 10 Personen betroffen sein sollen. Weitere fünf Händler werden jeweils in Frankreich und Grossbritannien zur Verantwortung gezogen. Zusätzliche Klagen will man in Argentinien, Australien, Belgien, Südkorea und Polen einreichen.

Nach Angaben der Redmonder will man auf diesem Weg versuchen, gegen die zunehmende Beliebtheit von Online-Auktionshäusern als Verkaufsplattform für gefälschte oder unlizenzierte Software vorgehen. Microsoft und eBay stoppen jährlich gemeinsam rund 50000 Auktionen, bei denen Urheberrechtsverletzungen vermutet werden.

Viele der Händler, die jetzt verklagt werden sollen, wurden laut Microsoft über Hinweise von Kunden aufgespürt, bei denen die Windows-Echtheitsprüfung fehlgeschlagen war. Nach Angaben der Redmonder liegt die Chance, bei eBay legale Microsoft-Software zu erwerben, unter 50 Prozent.

In Deutschland erwirkt der weltweit größte Software-Konzern derzeit Unterlassungsverfügungen gegen Händler aus Dortmund, Leipzig, Stuttgart, Hamburg, Osnabrück, Dessau, Hannover, Würzburg, Köln und Frankfurt, hieß es in einer Pressemitteilung. Dabei geht man unter anderem gegen einen Anbieter vor, der bereits mehr als 2000 Produkte über eBay vertrieben hat.
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