Alles zu Commodores neuen Gaming-PCs *Update*
Insgesamt sollen vier verschiedene Modelle verkauft werden, der
Commodore Cxx, Cgx. Cgs und Cg. Die Basis-Variante Cg ist lediglich mit
einem Intel Core 2 Duo (1,86 GHz) sowie einer Nvidia GeForce 7900 GS
Grafikkarte ausgestattet. Das Topmodell stellt die Variante Cxx dar, die
ab Werk mit einem Intel Core 2 Quad QX6700 (2,66 GHz) und zwei Nvidia
GeForce 8800 GTX Grafikkarten ausgestattet ist.

In allen Systemen kommen hochwertige Mainboards von Asus zum Einsatz, bei den günstigeren Versionen wird jeweils eine SATA-Festplatte mit 250 bis 320 Gigabyte Kapazität verbaut, das Topmodell Cxx verfügt hingegen über zwei 150 Gigabyte große SATA-HDDs, die mit 10000 Umdrehungen in der Minute in einem RAID-0-Verbund arbeiten. Zusätzlich kommt eine weitere 500-Gigabyte-HDD zum Einsatz.
Auch beim Arbeitsspeicher unterscheiden sich die günstigeren Modelle Cg, Cgs und Cgx nicht und bringen 2 Gigabyte Corsair-RAM mit. Die teuerste Variante Cxx hebt sich mit 4 Gigabyte DDR2-8500 RAM ab. Auch bei der Stromversorgung sticht der Cxx hervor und bringt ein 1000-Watt-Netzteil mit, das mit einer effektiven Wasserkühlung kombiniert wird, die exklusiv für das System entwickelt wurde.

Insgesamt verging rund ein Jahr von der Idee bis zur Vorstellung der neuen Commodore Gaming PCs. Ziel des Unternehmens ist es, der Marke Commodore neues Leben einzuhauchen, nachdem die letzten Jahre von vielen Unsicherheiten gezeichnet waren. Man will Geräte bauen, die dem entsprechen, was von der Spielergemeinschaft gefordert wird. Dazu gehört auch, dass die Systeme vom Kunden angepasst werden können.
Teil dieses Anspruchs ist auch das neue, einzigartige Gehäusekonzept. Während sich die Cases vom inneren Aufbau an die Vorgaben des ATX-Standards halten, kommt bei der Gestaltung des Äußeren eine vollkommen neue Technologie zum Einsatz, die auf den aus der Textilbranche bekannten Sublimationsdruck setzt.

Dabei wird die Farbe des Motivs in einem Vakuum in den Gaszustand versetzt und dringt in die Oberfläche des Gehäuses ein. Es kommt keine Folie zum Einsatz, so dass keinerlei Kleberänder zurückbleiben. Zusätzlich wird eine Schicht Klarlack aufgebracht, so dass zwar der Lack Schaden nehmen kann, das Motiv an sich aber bestens geschützt ist.
Commodore sucht die Partnerschaft mit verschiedenen Spieleherstellern, um PCs mit Motiven aus bekannten Titeln anbieten zu können. Bisher gibt es neben Designs, die an die "guten alten Zeiten" des C64 erinnern, auch moderne Varianten, auf denen aktuelle Spielehits wie Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 verewigt sind. Dies geht auf eine Zusammenarbeit mit Ubisoft zurück, dem Hersteller des Spiels.

Weitere Kooperationen sind in Vorbereitung. Unter anderem verhandelt man bereits mit Vivendi, dem Mutterkonzern der Firma Blizzard, die für das äußerst erfolgreiche Rollenspiel World of Warcraft verantwortlich zeichnet. Auch mit THQ und dem deutschen Publisher 10tacle werden Gespräche geführt.
Wer sein Motiv auf einem der neuen Commodore Gaming PCs sehen möchte, kann ein Design mit einer Auflösung von mindestens 200 DPI erstellen und dieses an den Hersteller schicken. Mit etwas Glück wird es dann in Zukunft auf die Systeme aufgebracht. Einzeleditionen wären zwar machbar, sind vorher aus markenrechtlichen Gründen aber nicht geplant, weil dazu eine Kontrolle der Designs notwendig wäre, um Urheberrechtsverletzungen zu verhindern.

Das Verfahren für die Gestaltung der Gehäuse ist so flexibel, dass auch "Limited Editions" möglich sind, wobei die Stückzahl keine Rolle spielt. Das Design wird vom Kunden über die Internet-Seite des Herstellers ausgewählt, so dass jeder Käufer ein individuell angepasstes Gerät erhalten kann. Wunschmotive sind, anders als zuvor berichtet, bisher nicht machbar.
Mit den von Commodore "C=kin" (sprich "Skin") genannten Designs, lassen sich Effekte preiswert erzielen, die bisher nur mit Airbrush realisiert werden konnten. So ist es problemlos möglich, ein Gehäuse zu verchromen, ohne dass tatsächlich Chrom genutzt wird. Auch Flip-Flop-, Neon-, Metallic- und Fluoreszenz-Effekte lassen sich ohne viel Aufwand verwenden.

Ist ein Motiv nicht im Handel verfügbar, kann der Kunde seinen PC dort erwerben und erhält auf Wunsch einen zusätzlichen Gutschein, um sich ein seinen Wünschen entsprechendes Gehäuse zusenden zu lassen. Die Preise stehen bisher noch nicht fest, das günstigste Modell Cg wird aber nach Angaben der Standbesetzung auf der CeBIT für 1300 bis 1500 Euro zu haben sein.

Der Hersteller will seinen Kunden eine Art Rundum-Sorglospaket anbieten, zu dem auch Monitore und Peripheriegeräte gehören. Mäuse und Tastaturen tragen zwar das Commodore-Logo, werden aber von Raptor gefertigt. Auch ein Sound-Paket soll zum Angebot gehören, das von Logitech geliefert wird, aber ebenfalls das berühmte "C"-Logo trägt.
Allen Systemen gemeinsam ist das Betriebssystem Windows Vista, das bei den günstigeren Varianten in der Home Premium Variante vorinstalliert wird, während die High-End-Version das entsprechende Windows Vista Ultimate mitbringt. Außerdem wird es einen vorinstallierten Emulator geben, der mit über 50 Spieleklassikern ausgestattet ist.
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Michael Diestelberg
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