Bundestag ist gegen ein Verbot von "Killerspielen"
Dabei wurde das im Jahr 2003 novellierte Jugendschutzsystem sogar als "genial" bezeichnet. Sowohl die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM) als auch die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) sehen keinen Raum mehr für weitere gesetzliche Änderungen. Nur Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen (KFN), versuchte die Teilnehmer vom Gegenteil zu überzeugen.
Dazu zeigte er ein Video, das zusammengeschnittene blutige Szenen aus dem Spiel "GTA San Andreas" beinhaltete. Er führte außerdem eine Statistik an, wonach 20 Prozent der Zehnjährigen ihre Zeit mit Spielen verbringen, die erst ab 16 Jahren freigegeben sind. Teilweise sollen diese sogar ganz legal im Handel erworben worden sein. Als Abschluss präsentierte er noch einige Studien, die die negativen Einflüsse der "Killerspiele" auf die Jugendlichen belegen sollten.
Nach Abschluss der Veranstaltung verkündete die Junge Gruppe der CDU/CSU, dass eine weitere Verschärfung der gesetzlichen Regelungen derzeit als nicht sinnvoll angesehen wird. Stattdessen will man zu einer breiten Diskussion über die gestiegene Gewaltbereitschaft der Jugendlichen anregen.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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