Erotik-Webseiten können im Irak das Leben kosten
"Wir haben Informationen von vielen Seiten erhalten, dass Militante auch Spione in Internetcafes schicken, um herauszufinden, wer Webseiten besucht, die sie als nicht-islamisch bezeichnen," sagte ein Sprecher der NGO gegenüber dem Sender al-Dschasira. In einem Land, das von Gewalt beherrscht wird, kommt es häufig vor, dass Männer Abwechslung suchen.
Der Fernsehsender hat speziell über den Fall eines 23-jährigen Studenten berichtet, der in einem Internetcafe in Bagdad Pornoseiten besucht hat. Als er das Geschäft verlassen wollte, wurde er von drei Männern aufgehalten und entführt. Nachdem er mit einem Wagen in ein Haus gebracht wurde, musste er sich ausziehen und diverse Strafen über sich ergehen lassen, beispielsweise Prügel und das Ausdrücken von Zigaretten auf der Haut. Nach sechs Tagen wurde er freigelassen und gewarnt, dass er beim nächsten Verstoß getötet wird.
Selbst den Betreibern von Internetcafes wurde schon gedroht, da sie ihren Kunden den Zugang zu derartigen Webseiten gewähren. In einem Fall wurde zwei Betreiber gefoltert und geköpft, meldet die IAA.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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