Sexfilmer wollen gegen illegale Downloads vorgehen

Internet & Webdienste Die amerikanische Filmindustrie versucht seit Jahren gegen die illegale Verbreitung, ihrer Produkte vorzugehen. Fast alle großen Filmfirmen engagieren sich in dieser Hinsicht, nur ein ganz bestimmter Sektor war bisher kaum aktiv - die Pornobranche. Dies soll sich nun allerdings ändern. Eine Gruppe großer Firmen, die Sexfilme herstellen, hat sich zur sogenannten Global Anti-Piracy Agency zusammengeschlossen. Diese soll gegen den "Diebstahl von Inhalten, illegale Downloads aus dem Internet und illegal vervielfältigte DVDs" Vorgehen.

Angeblich kosten illegale Downloads, Filesharing und andere Arten von "Piraterie" die Unternehmen aus dem Bereich der Erwachsenenunterhaltung jährlich rund zwei Milliarden US-Dollar an verlorenen Umsätzen. Man will jedoch nicht gegen den einzelnen Anwender vorgehen, der möglicherweise ab und zu einen Film herunterlädt, sondern hat eher die Betreiber von Filesharing-Systemen im Visier.

Bis zum September dieses Jahres will man die neue Organisation zu einem schlagkräftigen Verband ausbauen. Offenbar will man ab diesem Zeitpunkt aktiv gegen die illegalen Downloads von nicht jugendfreien Inhalten vorgehen. Dass die Sexindustrie bei der US-Regierung aktives Lobbying betreiben will, scheint eher fraglich.
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