iPhone: Hack-Versuche viel schwieriger als erwartet

Telefonie Schon kurz nach der Markteinführung von Apples erstem Handy, dem so genannten iPhone, begannen zahlreiche Hacker damit, sich mit dem Gerät auseinander zu setzen. Ziel ist es, das iPhone auch in Verbindung mit den SIM-Karten anderer Netzbetreiber nutzbar zu machen. Nachdem es in der ersten Woche nach der Markteinführung bereits erste Erfolge zu vermelden gab, wird nun klar, dass das Knacken des iPhones wohl doch schwerer wird als zunächst erwartet. Bisher lässt sich das Gerät nur als eine Art High-End-iPod nutzen, wenn man es ohne eine Vertrag des Netzbetreibers AT&T einsetzt.

Der zuerst erdachte Ansatz, den Bootloader des iPhone zu modifizieren, ist vorerst gescheitert. Hintergrund ist, dass der Code mit einem 1024-Bit-RSA-Key signiert sein muss, der wohl kaum zu ermitteln wäre. Nun versuchen es die findigen Programmierer mit einer anderen Idee.

Ziel ist es jetzt, ein Assembler-Programm für den Prozessor des iPhones zu entwickeln. Sollte es gelingen, diese Hürde zu überwinden, können eigene Programme für das Handy geschrieben werden. Dann wäre auch eine Software zur Freischaltung des Geräts für andere Netzbetreiber machbar - so zumindest der Plan.

Bisher kann das Gerät nur in Verbindung mit einem Vertrag beim US-Netzbetreiber AT&T zum Telefonieren genutzt werden. AT&T hatte sich die Exklusivrechte für den Vertrieb des iPhone in den USA gesichert. Eine "Freischaltung" würde es ermöglichen, das iPhone auch mit einem anderen Provider aus Europa oder Asien zu verwenden.

Zwar scheint der Weg zur vollständigen Öffnung noch weit, doch es gibt bereits weitere Fortschritte bei den Bemühungen, das Apple-Handy "gefügiger" zu machen. So gibt es seit der vergangenen Woche ein kleines Programm, mit dem eigene Klingeltöne auf das Gerät gespielt werden können.

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