OpenXML-Abstimmung in Schweden war manipuliert
Kurz vor der Abstimmung tauchten 23 Firmen auf, die bislang nicht im Arbeitskreis vertreten waren. Sie wurden von dem Vorsitzenden als stimmberechtigt befunden. Bei den Firmen handelte es sich zum größten Teil um zertifizierte Microsoft-Partner, die ihre Mitgliedschaft automatisch nach einer Zahlung der Jahresgebühr in Höhe von 2444 US-Dollar erhalten haben.
Wie der schwedische Nachrichtendienst IDG jetzt berichtet, ist ein Memo von Microsoft aufgetaucht, wonach diese Firmen aufgefordert wurden, an der Abstimmung teilzunehmen, um die nötige Zustimmung für Open XML zu erhalten. In der Mitteilung erhielten die Firmen konkrete Anweisungen.
Demnach wurde ihnen versprochen, dass sie als Ausgleich für die Zahlung der Jahresgebühr Unterstützung beim Marketing sowie zusätzlichen Support in Form von Microsoft-Ressourcen erhalten werden. Auch die Begründung, warum sie für Open XML stimmen, wurde mitgeliefert. Um die gestellte Abstimmung nicht sofort auffliegen zu lassen, wurde den Firmen nahegelegt, auch an weiteren Treffen des Instituts teilzunehmen.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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