Erneuter Marktmissbrauch durch Microsoft befürchtet
Geht es jedoch nach den US-Bundesstaaten Connecticut, Iowa, Kalifornien, Kansas, Minnesota und Massachussetts und der Stadt Washington, DC, soll Microsofts Gebahren weitere fünf Jahre genau beobachtet werden. Die Vertreter der Staaten argumentieren, dass die Regelungen aus dem Monopolverfahren von 2002 ihren Zweck noch nicht erfüllt haben.
Sie fürchten, dass Microsoft nach Ablauf der Überwachungsfrist wieder zu seinen alten, wettbewerbsschädlichen Praktiken zurückkehren könnte. Die Markteinführung von Windows Vista hält man zudem für einen weiteren Grund, die Dauer der Beobachtung zu erweitern.
In drei Bereichen macht man sich in den Staaten besonders Sorgen. So soll Microsoft Programmierschnittstellen für Drittanbieter und OEMs zur Verfügung stellen. Weiterhin will man verhindern, dass Microsoft gegen OEM-Hersteller vorgeht, die auf ihren Systemen die Software von Konkurrenten installieren. Außerdem will man dafür sorgen, dass die Hersteller gefahrlos Programme von Drittanbietern für bestimmte Standardaufgaben vorinstallieren können.
Vom US-Justizministerium, das für die Überwachung von Microsoft zuständig ist, hieß es bis vor kurzem noch, dass man keine Beanstandungen ausmachen könne, die eine Verlängerung der Überwachungsfrist begründen würden. Die zuständige Richterin muss nun schon bald eine Entscheidung fällen.
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