Intel: AMDs Dreikern-CPUs sollen Ausbeute erhöhen

Hardware Der CPU-Hersteller AMD hat kürzlich angekündigt, neben zwei- und vierkernigen Varianten seiner neuen Phenom-Prozessoren auch Versionen mit drei Rechenkernen anbieten zu wollen. Dabei handelt es sich um eigentlich vierkernige Chips, bei denen ein Core deaktiviert wurde. Bei den Kunden löste AMDs Ankündigung einiges Erstaunen aus, doch nun liefert ausgerechnet Konkurrent Intel die Erklärung für den ungewöhnlichen Schritt seines Mitbewerbers. Nach Meinung von Justin Rattner, dem Chief Technology Officer von Intel, versucht AMD auf diese Weise auch aus Quad-Core-Chips, bei denen durch Fehler in der Produktion ein Kern defekt ist, noch Gewinn zu schlagen.

Es mache generell nur wenig Sinn einen Triple-Core-Prozessor herzustellen, so Intels Technologie-Chef gegenüber Wired- außer man will auch mit minderwertigen Quad-Core-Chips noch Geld verdienen. AMDs ungewöhnliches Konzept ist zum Teil auch auf den im Vergleich zu Intels aktuellen Quad-Core-Prozessoren deutlich komplizierteren Herstellungsprozess seiner neuen vierkernigen CPUs zurückzuführen.

Während Intel im Prinzip zwei doppelkernige CPUs auf einem Chip kombiniert, platziert AMD jeden Kern einzeln. Da dabei höhere Kosten entstehen, versucht das Unternehmen die Ausbeute zu steigern, indem man Prozessoren mit einem defekten oder aus anderen Gründen deaktivierten Kern als eigenes Produkt zu vermarkten.
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