Der "100-Dollar-Laptop" kostet vorerst das Doppelte

Hardware Mit seinem so genannten "100-Dollar-Laptop" will das Massachussetts Institute of Technology (M.I.T.) Schülern in Entwicklungsländern ein neues Lernwerkzeug geben und ihnen den Zugang zum Internet ermöglichen. Der von den Initiatoren des Projekts angestrebte Preis von 100 US-Dollar pro Gerät wird jedoch wahrscheinlich erst in einigen Jahren erreicht. Vorerst sind die "XO" getauften Laptops deutlich teurer, da die Preise erst mit wachsenden Stückzahlen fallen können.

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, korrigierten die Macher den Preis des "100-Dollar-Laptops" in den vergangenen Monaten immer wieder nach oben. Offenbar war man dabei trotz allem noch zu optimistisch. Nun wurde der Preis vorläufig auf 200 US-Dollar festgesetzt.

Über die Homepage des One Laptop Per Child Projekts können die billigen Lern-Laptops nun in großen Stückzahlen gespendet werden, wobei pro Gerät mindestens 200 US-Dollar fällig werden. Analysten sehen die neue Preisangabe als Bestätigung dafür, dass das M.I.T. seine Ziele etwas zu hoch gesteckt hat.

Ursprünglich war man nämlich davon ausgegangen, dass bereits vor der Auslieferung der ersten Geräte Millionen Einheiten bestellt werden. Tatsächlich soll es bisher aber nur unverbindliche Zusagen geben. Insgesamt sollen lediglich feste Bestellungen für rund 200.000 "100-Dollar-Laptops" vorliegen.
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