Taiwan: China will mit Trojaner auf HDDs spionieren
Bei den betroffenen Modellen soll es sich um Maxtor-Festplatten mit einer Speicherkapazität von 500 Gigabyte handeln. Laut der Taipei Times wird dieses Modell sehr gern von der lokalen Regierung verwendet, um große Datenbanken abzuspeichern. Sie stammen aus Thailand und wurden in Taiwan verkauft.
1800 Exemplare sollen in den Handel gelangt sein - rund 1500 wurden inzwischen zurückgezogen. Die restlichen 300 Festplatten wurden bereits verkauft. Das Büro des taiwanischen Justizministeriums empfiehlt den Kunden, die Hardware umgehend beim Händler auszutauschen. Anderenfalls landen alle auf dem Datenträger gespeicherten Informationen auf den Servern hinter den Websites www.nice8.org und www.we168.org.
Das taiwanische Justizminsterium erklärte in einer Stellungnahme, dass dieses Vorgehen äußerst ungewöhnlich ist. Bisher war kein Fall bekannt, in dem bereits vor dem Kauf einer Festplatte Trojaner installiert wurden. Man vermutet, dass die chinesische Regierung hinter dieser Aktion steckt. Das Ziel der hochgeladenen Daten waren Server in der chinesischen Hauptstadt Peking.
Seagate, der Konzern hinter der Marke Maxtor, hat angekündigt, diesen Vorfall zu untersuchen.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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