DoubleClick lieferte Werbung mit Schad-Software aus
Die Banner enthalten gefährlichen Code, der dafür sorgt, dass eine authentisch wirkende Warnmeldung auf dem PC des Nutzers angezeigt wird, mit der dieser dazu gebracht werden soll, eine zur Behebung des Problems geeignete Software herunterzuladen. Erst vor kurzem gab es Berichte über ähnliche Versuche, Anwender mit gefälschter Anti-Spyware-Werbung zu täuschen.
Klickt der Anwender auf die Warnmeldung, wird eine Variante der Schad-Software WinFixer installiert, die sich nur schwer wieder entfernen lässt. Diese gibt immer wieder gefälschte Warnhinweise aus, um die Nutzer zum Kauf von Sicherheitssoftware zu bewegen. Nach Angaben des Sicherheitsdienstleisters Sunbelt werden die "verseuchten" Banner noch immer ausgeliefert.
DoubleClick hat nach eigenen Angaben erst vor kurzem ein System eingeführt, das verhindern soll, dass Malware-verseuchte Werbebanner zur Auslieferung gelangen. Bisher sei das Überwachungssystem bereits in rund 100 Fällen erfolgreich aktiv geworden, so das Unternehmen. Es handele sich bei dem Phänomen um ein Problem, das die gesamte Online-Werbebranche betrifft.
Damit liegt DoubleClick durchaus richtig, denn vor einigen Monaten sorgte ein Fall für Aufsehen, als der zu Yahoo gehörende Vermarkter Right Media mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte. Die großen Werbenetze sind aufgrund ihrer Reichweite für die Malware-Autoren interessant. Auf diesem Weg lassen sich mit recht wenig Aufwand hohe Gewinne aus betrügerischen Aktivitäten schlagen.
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