Microsoft: UMTS soll bei Notebooks Standard werden

Telefonie Microsoft und die GSM Association, die Organisation hinter dem Mobilfunkstandard GSM, fordern Computerhersteller und Netzbetreiber auf, vermehrt Technologie in ihre Produkte zu integrieren, mit denen die Nutzer von unterwegs über Handynetze auf das Internet zugreifen können. Auf diese Weise könne man dem "allgegenwärtigen Internet" näher kommen, heißt es. Die beiden Partner veröffentlichten gestern eine Studie des Marktforschungsunternehmens Pyramid Research, die das Potenzial der Integration von Mobilfunktechnik in mobilen Computern zeigen soll. Den Erkenntnissen zufolge würden zahllose Kunden derartige Produkte erwerben, wenn sie zu Preisen zwischen 500 und 1000 US-Dollar erhältlich wären. Derzeit kosten Notebooks, bei denen zum Beispiel ein UMTS-Modul integriert ist, meist noch einen Premium-Preis.

Bei einer Zusammenarbeit zwischen Mobilfunknetzbetreibern und Computerherstellern könnten die Firmen jährliche Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich einfahren, so die Autoren der Studie. 88 Prozent der 12.000 im Rahmen der Studie befragten Konsumenten würden Geräte mit eingebauter Breitband-Mobilfunktechnik bevorzugen, wenn der Preis unter 1000 US-Dollar liegt.

Microsoft und die GSM Association wollen nun die Zusammenarbeit zwischen Herstellern wie Dell, Fujitsu Siemens und Lenovo mit den Netzbetreibern fördern. Auch bei den Mobilfunkern stoßen die Pläne auf ein positives Echo. Zahlreiche Anbieter, darunter unter anderem auch Vodafone und O2. Um den Unternehmen einen Anreiz zu bieten, haben Microsoft und die GSM Association einen Preis für denjenigen ausgelobt, der zuerst ein massentaugliches Konzept für ein Notebook mit eingebauter Breitband-Technik vorlegen kann.
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