Microsoft: Tintenkleckse als Merkhilfe für Passwörter
Microsofts Forschungsabteilung hat nun eine Methode entwickelt, bei der man Tintenkleckse - wie man sie vom Sehtest kennt - nutzen will, um dem Anwender eine Erinnerungshilfe für Passwörter zu bieten. Auf einer eigens eingerichteten Website wird der Ansatz nun erprobt.
Die von Microsoft Research entwickelte Methode lässt den Nutzer ein Passwort erstellen, wobei eine Reihe von zufälligen Tintenklecksen und eine Formel zur Auswahl von Buchstaben zum Einsatz kommt. Der Anwender verbindet ein Wort mit dem angezeigten Tintenklecks, das dem entspricht, was er auf dem Bild zu erkennen glaubt.
Für jeden Klecks gibt man dann den ersten und letzten Buchstaben des damit assoziierten Wortes ein. Aus 10 Tintenklecksen entsteht so ein 20 Zeichen langes Passwort, das sich der Anwender laut Microsoft zwar gut merken kann, aber nur schwer zu knacken ist.

Durch die Technologie will Microsoft dafür sorgen, dass Passwörter künftig nicht mehr auf Schmierzetteln notdürftig "gespeichert" werden. Außerdem soll so verhindert werden, dass die Anwender nur simple Passwörter verwenden, die zu allem Überfluss auch noch an vielerlei Stellen zum Einsatz kommen.
Dazu verbindet Microsoft die Tintenklecks-Passwörter mit der Single-Sign-On-Technologie OpenID, zu deren Unterstützern das Unternehmen seit Anfang des Jahres gehört. Vorerst handelt es sich jedoch ausschließlich um ein Forschungsprojekt. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, könnte daraus jedoch in kommerzielles Produkt werden, zum Beispiel ein Windows Live Dienst.
Weitere Informationen: InkblotPassword.com
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