Deutsche sind beim Online-Shopping eher sparsam

Internet & Webdienste Die European Interactive Advertising Association (EIAA), ein Verband von europäischen Onlinewerbern, hat in einer neuen Studie festgestellt, dass die Deutschen beim Shopping im Internet eher zu den sparsamen Zeitgenossen gehören. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Großbritannien würde hierzulande deutlich weniger Geld beim Online-Shopping investiert. So gaben die Briten innerhalb eines Jahres fast 490 Millionen Euro aus, während die Deutschen "nur" gut 340 Millionen Euro für Einkäufe im Internet investierten.

Gerade im Hinblick auf die viel geringere Einwohnerzahl Großbritanniens wird der Unterschied besonders deutlich. Was die Gesamtsumme angeht, liegt Deutschland damit also zwar im europaweiten Vergleich weit vorne, im Schnitt geben die Bürger hierzulande jedoch wesentlich weniger aus als anderswo.

Auch die Ausgaben der einzelnen Online-Kunden fallen vergleichsweise niedrig aus. So gaben etwa die Norweger innerhalb von sechs Monaten im Schnitt 1203 Euro und die Briten 1195 Euro bei Web-Einkäufen aus, während die Deutschen nur 558 Euro für Waren aus dem Netz ausgaben.

Insgesamt gaben 80 Prozent der europäischen Internet-Nutzer an online eingekauft zu haben. Dies bedeutet eine Verdopplung gegenüber dem Jahr 2004. Dabei lassen sich die Kunden offenbar oft durch das Internet in ihrer Meinung gegenüber einer bestimmten Marke beeinflussen. Ganze 40 Prozent der von der EIAA befragten Personen gaben an, ihre Kaufentscheidung anhand von Informationen aus dem weltweiten Netz geändert zu haben.
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