BKA-Gesetz: Kirche fürchtet um Beichtgeheimnis
Dabei erklärte er, dass die katholische Kirche ein Ende der Vertraulichkeit von Seelsorgergesprächen und ein Ende des Beichtgeheimnisses befürchtet, wenn die umstrittenen Pläne des Innenministers weiterverfolgt werden sollten. Konkret geht es dabei um die Ausweitung der Telefonüberwachung auf Geistliche, Anwälte und Abgeordnete.
Sollte eine derartige Ausweitung des BKA-Gesetzes umgesetzt werden, müsse die Politik mit einem erheblichen Widerstand der Kirche rechnen, so Jüsten. "Wo kommen wir hin, wenn die Menschen gar keine Person mehr haben, an die sie sich vertrauensvoll wenden können, ohne die Angst zu haben, dass sie belauscht werden", fragte er im Gespräch mit dem Spiegel.
"Das vertrauensvolle Gespräch mit dem Seelsorger, oft die letzte Anlaufstelle für Menschen mit Sorgen, darf nicht in Frage gestellt werden", so Jüsten weiter. Der Prälat selbst fordert daher, den Gesetzesentwurf nicht in Kraft treten zu lassen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet eine der 'C'-Parteien, die sich den Kirchen besonders verpflichtet sehen, am Beichtgeheimnis rüttelt."
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