Ballmer: Es kann kein Open-Source Windows geben
Zumindest in Microsofts Chef-Etage ist man von diesem Ansatz wenig begeistert. Ballmer beantwortete die Frage nach der Möglichkeit einer Open-Source-Version von Windows während einer Microsoft-Veranstaltung mit einem klaren "nein". Er war von einem Studenten gefragt worden, als er anlässlich des Minority Student Day für Fragen zur Verfügung stand.
Nach Auffassung von Ballmer würde eine Offenlegung des Quellcodes von Windows gleichzeitig bedeuten, dass man das Betriebssystem kostenlos abgeben müsse. Dies sei nun einmal die Bedeutung von Open-Source. Dieser Schritt ist seiner Meinung nach nicht denkbar, da Microsoft sich sonst nicht finanzieren könnte. Man würde dann nicht mehr genug Geld haben, um die Mitarbeiter zu bezahlen, so Ballmer weiter.
Open-Source sei keine schlechte Idee, aber für Microsoft kein passendes Konzept, sagte er. Als Beispiel für Kostenfaktoren, die nicht mehr bezahlbar wären, wenn die Redmonder Windows zu einem freien Produkt machen würden, nannte er kurioserweise die Abgabe von kostenlosen Getränken an die Mitarbeiter. Biete man Software kostenlos an, gäbe es keine kostenlosen Getränke mehr, so Ballmer.
Tatsächlich sind die Kosten für die Gratis-Getränke der Mitarbeiter nicht gerade gering. Wie Todd Bishop auf Basis offizieller Zahlen vorrechnet, trinkt jeder von Microsofts über 35.000 Mitarbeitern in der Region Seattle jährlich 217 Dosen kohlensäurehaltiger Getränke. Über 7,7 Millionen Dosen würden jährlich ausgegeben. Hinzu kommen ihmzufolge über 4 Millionen Dosen Saft und 4,1 Millionen Milchkartons.
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