EU plant Internet-Fernsehen auf BitTorrent-Basis
Hierfür stellt die EU 14 Millionen Euro zur Verfügung, weitere fünf Millionen Euro kommen von Partnern, darunter auch die britische BBC.
P2P Next soll auf der BitTorrent-Technologie basieren, die von vielen Internet-Nutzern zum Austausch von Filmen und Musik genutzt wird. Das auf vier Jahre angesetzte Projekt soll letztlich ein Peer-to-Peer-System schaffen, welches als weiterer Vertriebsweg für Rundfunkprogramme genutzt werden kann. Deshalb sollen Inhalte nicht nur als Downloads, sondern auch bei Live-Sendungen auch als Stream angeboten werden.
Die BitTorrent-Technologie wurde vor allem deshalb ausgewählt, weil sie ohne zentrale Server auskommt. So können die Kosten niedrig gehalten werden, auch wenn ein großes Publikum bedient wird. Dennoch wird P2P Next für bestimmte Sendungen auch beschränkt werden können, so dass ausgewählte Zuschauer das Programm empfangen, wenn dies durch örtliche, zeitliche oder rechtliche Vorgaben nötig ist.
Bis August 2008 sollen die ersten Teile von P2P Next fertig sein. Eine Vorabversion mit weiteren Funktionen soll innerhalb der nächsten 16 Monate fertiggestellt werden, um damit Set-Top-Boxen über das Internet mit TV-Inhalten zu versorgen. Mit dem neuen System sollen die Zuschauer auch untereinander kommunizieren können.
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