Microsoft nimmt Stellung zu neuer EU-Rekordstrafe

Microsoft Am gestrigen Mittwoch haben wir darüber berichtet, dass die EU-Kommission dem Softwaregiganten Microsoft ein Rekordbußgeld in Höhe von 899 Millionen Euro auferlegt hat. Nun hat das Unternehmen Stellung zum Bußgeldbescheid aus Brüssel bezogen. Die EU-Kommission betonte, dass sich die Strafzahlung von 899 Millionen Euro ausschließlich darauf beziehe, dass Microsoft die Auflagen der EU-Kommission vom März 2004 nicht befolgt hatte. Damals war das Unternehmen verpflichtet worden, seinen Konkurrenten bestimmte Dokumente über die Schnittstellen in seinen Betriebssystemen freizugeben.

"Wir überprüfen derzeit die Handlungen der Kommission", so ein Pressesprecher des Unternehmens. "Im Oktober 2007 hat die EU-Kommission erklärt, dass Microsoft die Auflagen aus der Entscheidung im Jahr 2004 vollkommen erfüllt. Damit bezieht sich die Geldbuße auf Angelegenheiten, die bereits gelöst wurden."

In einem Interview mit unseren Kollegen von CNet.com, äußerte sich auch Microsoft-Chef Steve Ballmer zu den Vorwürfen der EU-Kommission. Aus dem Schreiben der EU-Kommission geht demnach hervor, dass es sich um Geldbußen für überschrittene Zahlungsfristen handelt.

"Ich denke, dass wir als weltweit agierendes Unternehmen auch künftig immer von Regulierungsbehörden überwacht werden", so Ballmer. Darüber hinaus erklärter er, dass man bereits mit einer Geldbuße von der EU-Kommission gerechnet hatte. "Wir wussten nicht, dass die Geldbuße in dieser Woche kommt, aber wir wussten dass sie irgendwann kommen würde."
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