Mobiles Fernsehen: EU macht DVB-H zum Standard

Telefonie Bereits im November 2007 hatte die Europäische Kommission angekündigt, DVB-H zum offiziellen mobilen TV-Standard machen zu wollen. Am gestrigen Montag war es nun offiziell: DVB-H wurde in das Verzeichnis der Normen und Spezifikationen aufgenommen. "Das Mobilfernsehen wird sich erst dann in Europa richtig etablieren, wenn die Frage der Technik geklärt ist. Deshalb freue ich über den heutigen Beschluss, den die EU-Kommission in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament gefasst hat und mit dem die EU die DVB-H-Norm als bevorzugte Übertragungstechnik für den terrestrischen Mobilrundfunk festlegt," sagte die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding.

Sie geht davon aus, dass DVB-H bis 2011 mit 500 Millionen Zuschauern ein Marktvolumen von 20 Milliarden Euro erreichen könnte. Durch die Aufnahme in das Normenverzeichnis sind alle EU-Mitglieder verpflichtet, den Standard zu fördern. "Der nächste Schritt zur Umsetzung der EU-Strategie für das mobile Fernsehen umfasst Vorgaben für Genehmigungssysteme und die Förderung von Rechtemanagementsystemen."

DVB-H wird von einigen Unternehmen unterstützt, darunter auch vom finnischen Handy-Hersteller Nokia. In anderen Teilen der Welt, beispielsweise in den USA, China und Japan werden dagegen lokale Standards bevorzugt.
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