PC-Hersteller verlängern das Leben von Windows XP

Windows XP Microsoft will den Vertrieb von Windows XP zwar zum 30. Juni 2008 offiziell einstellen, doch die PC-Hersteller haben einen Weg gefunden, wie sie ihren Kunden den Vista-Vorgänger auch danach weiterhin anbieten können. Offenbar haben gerade die größeren Hersteller derartige Pläne. Dell, Hewlett-Packard und Sony, drei der größten PC-Hersteller der Welt, haben allesamt Pläne bestätigt, dass sie ihren Kunden auf dem Umweg über so genannte Downgrade-Rechte weiter XP anbieten werden. Die Downgrade-Regelung sieht vor, dass ein Kunde, der einen Rechner mit Vista erwirbt, sich die Option für einen "Abstieg" auf XP offen halten kann.

Das Modell der Downgrade-Rechte gibt es bereits seit 2001, doch erst in der letzten Zeit wird die Möglichkeit verstärkt genutzt, um von Windows Vista zurück auf Windows XP Professional zu wechseln. Selbst ohne den Downgrade-Trick soll XP teilweise noch lange nach dem Juni 2008 erhältlich sein.

HP will Firmenkunden noch bis zum 30. Juli 2009 PC-Systeme mit vorinstalliertem Windows XP Professional anbieten. Dell geht sogar noch weiter und will XP Pro noch "so lange anbieten, wie es von Microsoft unterstützt wird". Genauere Angaben machte das Unternehmen nicht. Der erweiterte Support für XP Professional endet erst 2014.

Bei Sony will man den Kunden noch bis mindestens Ende Januar 2009 das Downgrade auf XP anbieten. Andere Hersteller dürften ähnliche Pläne haben, da die Nachfrage nach XP-Downgrades gerade wegen des bevorstehenden Vertriebsstopps noch weiter steigen wird. Offiziell soll Windows XP ab 30. Juni nicht mehr im Handel und auf OEM-Systemen erhältlich sein, einzig System-Builder können es noch bis Anfang 2009 vorinstalliert vertreiben.
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