Hersteller warnen vor gefälschten Prozessoren
Um dem Problem entgegen zu wirken, hat die Semiconductor Industry Association nun eine umfangreiche Liste veröffentlicht, in der autorisierte Handelspartner verzeichnet sind. Dadurch soll verhindert werden, dass der Handel durch den Einkauf von Komponenten aus unseriösen Quellen gefälschte Chips und Prozessoren in Umlauf bringt.
Die SIA kämpft seit einiger Zeit mit einer breit angelegten Kampagne gegen Chip-Fälschungen. Unter anderem kooperiert die Vereinigung dabei mit den Zollbehörden in Europa und den USA. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit konnten bereits mehr als 360.000 gefälschte Chips beschlagnahmt werden.
Die nachgemachten Chips sind auch eine Gefahr für das Ansehen der Hersteller, da ihre Leistung oft nicht dem entspricht, was mit einem Originalprodukt tatsächlich möglich ist. Auch für die Kunden stellt dies ein Problem dar, schließlich erhalten sie nicht das, wofür sie manchmal hunderte Euro bezahlt haben.
Unter Umständen kann von gefälschten Prozessoren und anderen Chips sogar Lebensgefahr ausgehen, so die SIA. Würden Fälschungen nämlich in Systemen verbaut, die besonders zuverlässig arbeiten müssen - zum Beispiel in Flugzeugen, Autos oder medizinischen Geräten - könnten durch ihre mangelnde Qualität schnell schwerwiegende Probleme ausgelöst werden.
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