Per Zufalls-Browser gegen schnüffelnde Provider
In den letzten Wochen war bekannt geworden, dass einige Internetzugangsanbieter ihren Kunden im Internet praktisch auf Schritt und Tritt folgen. Die Unternehmen setzen dabei auf eine Technologie namens "Phorm", die das Surfverhalten analysiert, um dann angepasste Werbung zu vermarkten (wir berichteten).

AntiPhorm verhindert das Sammeln der Informationen nicht, streut aber so viel unbrauchbare Daten ein, dass die Auswertung nutzlos wird. Auf diese Weise können die Provider, die per "Phorming" gesammelten Details zum Nutzerverhalten nicht mehr für ihre Zwecke einsetzen.
Die kostenlos erhältliche Software besucht je nach Konfiguration willkürlich diverse Webseiten aus verschiedensten Themenbereichen. AntiPhorm kann sowohl als versteckter Hintergrundprozess, auf dem Desktop oder in Verbindung mit dem Browser der Wahl laufen. Auch ein Einsatz parallel zu den eigenen Surf-Sessions ist kein Problem.
Die Entwickler geben an, dass AntiPhorm durch spezielle Schutzmaßnahmen dafür sorgt, dass kein Sicherheitsrisiko durch Scripte oder Lücken in Websites entsteht. So wird der Code der Seiten angeblich vorab analysiert, wobei gefährliche Teile herausgefiltert werden, ohne dass der Code jemals ausgeführt wird.
Der Anwender kann die von dem Programm verwendeten URL-Listen bei Bedarf mit jedem Texteditor erweitern. Im versteckten oder Konsolenmodus wird zudem nur wenig Brandbreite benötigt, da keinerlei Medieninhalte geladen werden. Auch will man die Ressourcen des jeweiligen Systems schonen, weil das Tool zwischen Links in den Standby-Modus geht.
Weitere Informationen & Download: AntiPhorm
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