Film-Download: Filmindustrie beschuldigt Millionär
Diesmal haben sie sich allerdings den Falschen ausgesucht. Shawn Hogan ist Millionär und Chef des Software-Unternehmens Digital Point. In seinem Blog berichtete er über einen Telefonanruf einer Rechtsanwaltskanzlei, bei dem ihm das oben stehende Angebot unterbreitet wurde. Seine Reaktion darauf war spontan und sorgte weltweit für Sympathien: "Wenn sie wirklich denken, dass sie etwas gegen mich in der Hand haben, warum lassen sie mich dann für 2.500 Dollar davonkommen? Man kann viel mehr Geld mit einem Gerichtsurteil erzielen."
Gegenüber dem Wired-Magazin sagte er, dass sich "jemand gegen diese Clowns wehren muss". "Ihre Angstmacherei lässt sie in meinen Augen sehr albern erscheinen." Er würde lieber 100.000 Dollar für ein Gerichtsverfahren ausgeben statt statt der Filmindustrie 2500 Dollar zu geben. "Es geht ums Prinzip."
Das Kuriose an dieser Geschichte kommt aber erst noch: Ihm wurde vorgeworfen, den Film "Meet the Feebles" heruntergeladen zu haben. Doch dieser befindet sich in seiner DVD-Sammlung und er hätte gar keinen Grund gehabt, sich ihn illegal zu besorgen. Als Millionär schon gar nicht. Was bei dieser Angelegenheit nun rauskommt, wird sich im nächsten Sommer zeigen - dort wird dieser Fall vor Gericht verhandelt.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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