"100-Dollar-Laptop" wird mit Windows ausgestattet
Das kündigte Nicholas Negroponte, Chairman des OLPC-Projekts (One Laptop per Child), am Wochenende auf einer Konferenz in Hong Kong an. In der Vergangenheit hat er bereits sehr oft mit Bill Gates über sein Projekt gesprochen. Auf Wunsch des Microsoft-Chairmans wurde auch ein Slot für SD-Karten eingebaut, obwohl dieser nicht benötigt wurde.
Doch spätestens jetzt wird die Bedeutung dieses zusätzlichen Bauteils klar. Es wird benötigt, um den Speicherplatz des Laptops zu erweitern. Der 100-Dollar-Laptop verfügt nur über 512 Megabyte Flash-Speicher. Windows XP benötigt allerdings mindestens 1,5 Gigabyte, so dass eine Vergrößerung der Speicherkapazität notwendig ist.
Mit dem 100-Dollar-Laptop XO soll Kindern in Entwicklungsländern ein zuverlässiger Lern-Computer gegeben werden, der auch unter widrigen Umwelteinflüssen und ohne Stromanschluß benutzt werden kann. Mit Brasilien hat nun das erste Land eine Lieferung von 100-Dollar-Laptops erhalten. 50 Geräte sollen in den kommenden Wochen in Schulen getestet werden.
Negroponte wird in kürze auch Verhandlungen mit der Regierung von Thailand aufnehmen, die angekündigt hatte, jedem Schulkind ihres Landes einen 100-Dollar-Laptop zur Verfügung stellen zu wollen. Der Laptop kostet derzeit in der Herstellung noch weit mehr als 100 US-Dollar. Erst mit Beginn der Massenfertigung sollen die Kosten schrittweise sinken.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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