Domains aus nicht-lateinischen Zeichen kommen

Internet & Webdienste Ab der nächsten Woche werden die ersten Domains geschaltet, deren Namen aus nicht-lateinischen Schriftzeichen bestehen. Auf lange Sicht soll dies den Weg ins Internet für Menschen ebnen, die nicht mit lateinischer Schrift kommunizieren. Zunächst werden aber nur Test-Domains geschaltet. Die insgesamt 11 Test-Adressen sollen Software-Entwicklern und Webdesignern die Möglichkeit geben, das neue Namenssystem zu testen. Es handelt sich um die ersten Domainnamen dieser Art, die nach jahrelangen Diskussionen und zahlreichen geschlossenen Tests in die Domain-Directories der so genannten Root-Server des Internets aufgenommen werden.

Sollte die öffentliche Testphase erfolgreich verlaufen, könnten die nicht-lateinische Domainnamen ab Ende 2008 in den Regelbetrieb gehen. Motor dieser Entwicklung sind die derzeitigen Beschränkungen bei der Wahl von Domainnamen, die nur Buchstaben von A bis Z, Zahlen von 0 bis 9 und den Bindestrich erlauben. Auch Domainendungen sind von diesen Beschränkungen betroffen. Zumindest Umlaute können allerdings bereits verwendet werden.

Bei dem nun beginnenden Test wird deshalb die Endung "test" in Arabisch, Persisch, vereinfachtem und traditionellem Chinesisch, Russisch, Hindu, Griechisch, Koreanisch, Jiddisch, Japanisch und Tamilisch erprobt. Während der Testphase soll die Nutzung der nicht-lateinischen Adressen bereits teilweise möglich sein.

Um die Adressen nutzen zu können, muss der sogenannte Punycode unterstützt werden, mit dem die nicht-lateinischen Schriftzeichen so umgewandelt werden, dass sie von den Domainservern verarbeitet werden können. Bisher unterstützt dies nur der Opera Browser in vollem Umfang. Beim Internet Explorer, Firefox und Safari sind noch entsprechende Änderungen vorzunehmen.
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