Spider: AMD stellt neue High-End Spiele-Plattform vor

Hardware Nach langen Monaten der Vorbereitung stellt AMD heute seine neue High-End-Plattform "Spider" vor. Die Markteinführung beginnt genau eine Woche nachdem Konkurrent Intel mit seinen "Penryn" Prozessoren ebenfalls neue High-End-Chips präsentierte. Die neue Spieleplattform von AMD basiert auf den neuen, in einem 55-Nanometer-Verfahren gefertigten Phenom-Prozessoren. Diese werden durch das neue RD790-Chipset und Grafikkarten im CrossFire-Modus ergänzt. Die Rahmendaten von "Spider" waren bereits seit Oktober bekannt.

Bei den ersten Prozessoren für "Spider" handelt es sich um die Phenom-Modelle 9500 und 9600, die mit jeweils 2,2 bzw. 2,3 Gigahertz arbeiten. Diese vierkernigen CPUs sind für den Sockel AM2+ gedacht und nutzen den HyperTransport 3.0 Bus. Die Preise fallen moderat aus - Phenom 9500 und 9600 kosten bei Abnahme von 1000 Stück durch einen Händler oder Hersteller 251 bzw. 283 US-Dollar.

In Spider-Systemen werden grundsätzlich mindestens zwei Grafikkarten im CrossFire-Verband verbaut. Es muss sich dabei um die neue, erst in der letzten Woche eingeführten ATI Radeon HD 3850 oder 3870. Die Radeon HD 3850 taktet im Kern mit 670 Megahertz und bringt 256 oder 512 Megabyte GDDR3-Speicher mit. Das teurere Modell 3870 arbeitet mit 775 MHz Kerntakt und verfügt über 512 MB GDDR4-Speicher.

Das Spider-Paket wird durch Mainboards auf Basis des neuen Chipsatzes AMD 790 FX abgerundet, das unter anderem vier PCI-Express 2.0 x8 Slots unterstützt. Im Handel werden für die beiden ersten Phenom X4 CPUs mindestens 220 bzw. 250 Euro fällig. Die Grafikkarten kosten je nach Hersteller und Modell mindestens 150 bzw. 190 Euro.

In ersten Benchmark-Tests können die neuen Phenom-CPUs von AMD der Konkurrenz von Intel bis dato nicht ganz das Wasser reichen. Gleiches gilt auch für die neuen Grafikkarten von AMDs Grafiksparte ATI, die mit den Wettbewerbern von Nvidia nicht ganz mithalten können. Wie bisher wird AMD also wahrscheinlich auch bei "Spider" vor allem auf das Argument Preis setzen.
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