Chinesen bringen "echten" Billig-Laptop für 275 Euro

Hardware ASUS kann derzeit mit seinem günstigen Mini-Notebook, dem so genannten Eee PC, Verkaufserfolge feiern. Dementsprechend groß ist auch das Interesse anderer Hersteller, mit eigenen, besonders günstigen Notebooks und PCs ein Stück vom Kuchen abzufassen. Während Acer, HP & Co noch über eigene Billig-Notebooks nachdenken, macht die chinesische Firma Hasee Nägel mit Köpfen. Dabei setzt das Unternehmen allerdings auf Notebook im immer populäreren 13,3-Zoll-Format und nicht wie ASUS auf ein besonders kompaktes Gerät mit nur 7 Zoll Displaygröße.

Auch beim Betriebssystem geht Hasee andere Wege als ASUS. Während die taiwanische Konkurrenz eine angepasste Linux-Variante auf dem Eee PC installiert, statten die Chinesen ihr neues Billig-Notebook mit Windows XP Home aus. Preislich will man dennoch mit ASUS' Angebot mithalten können.

Der Hasee Q540X genannte Billig-Laptop kommt in China zum gleichen Preis wie der ASUS Eee PC auf den Markt. Das Gerät soll ab Morgen zum Preis von 2999 Yuan erhältlich sein - der Eee PC kostet in China das Gleiche. Umgerechnet sind dies rund 275 Euro.


Das Gerät kommt wie erwähnt mit einem 13,3-Zoll-Display daher. Dessen Auflösung liegt bei 1280x800 Pixeln. Im Innern arbeitet ein Intel Celeron M 540 Prozessor mit 1,86 Gigahertz, dem 512 Megabyte DDR2-Speicher zur Seite stehen.

Als Plattform dient ein SIS-Chipsatz, dessen integrierte Grafiklösung Mirage 3+ auch für die Bildausgabe verantwortlich ist. Leistungswunder sind also nicht zu erwarten, was zu dem Preis aber auch akzeptiert werden muss. Außerdem verbaut Hasee eine 80-Gigabyte-Festplatte.


Das Gewicht wird vom Hersteller mit 2,19 Kilogramm angegeben - recht schwer für ein 13,3-Zoll-Gerät. Die weitere Ausstattung entspricht mit USB-2.0-, FireWire-, S-Video- und LAN-Ports dem aktuellen Standard. Auch ein ExpressCard-Slot ist vorhanden.

Der Hasee Q540X macht deutlich, dass auch in den üblichen Formfaktoren besonders günstige Notebooks gebaut werden können. Hasee ist einer der größten PC-Hersteller Chinas. Das Unternehmen will seit Jahren auch in Europa Fuß fassen, was bisher noch nicht wirklich gelungen ist.


Der neue Billig-Laptop des Unternehmens wird deshalb wahrscheinlich vorerst nur in China erhältlich sein. Anders als bei dem vom amerikanischen Unternehmen Zonbu kürzlich präsentierten 190-Euro-Laptop ist das Gerät aber auch ohne einen zusätzlichen, zweijährigen "Wartungsvertrag" sehr günstig zu haben.
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