Windows bleibt Virenziel Nr. 1 - Konkurrenz 'holt auf'
Die russischen AntiVirus-Spezialisten von Kaspersky Labs haben nun ihren Jahresbericht für 2007 veröffentlicht, der unter anderem diesen Trend bestätigt. Natürlich zielt nach wie vor die überwältigende Mehrheit der Schadsoftware auf Windows-Systeme und darauf laufende Anwendung ab. Insgesamt gab es laut Kaspersky Malware für 43 Plattformen und Betriebssysteme.
Insgesamt war im Lauf des Jahres 2007 erneut ein starkes Wachstum zu verzeichnen, was die Zahl der Schadprogramme verschiedenster Art angeht. 96,36 Prozent der schädlichen Software war im letzten Jahr für Windows gedacht, dies bedeutet allerdings einen Rückgang gegenüber früheren Jahren, betonte Kaspersky.
2007 habe der Anteil langsam aber sicher zu bröckeln begonnen, heißt es. Innerhalb der ersten sechs Monate sei der Prozentsatz der Schadprogramme, die nicht Windows betreffen, von 3,18 auf 3,42 Prozent gestiegen. Im zweiten Halbjahr sei die 4-Prozent-Marke durchbrochen worden, so Kaspersky.
Zwar stieg die Zahl der Schadprogramme für Windows in der ersten Jahreshälfte 2007 um 36 Prozent, doch die Menge für andere Plattformen stieg um satte 63 Prozent. Dies verdeutliche eine langsame Neuausrichtung der Prioritäten der Virenautoren und die wachsende Gefahr für die Nutzer anderer Plattformen, heißt es im Bericht der Sicherheitsspezialisten.
In der zweiten Jahreshälfte sei vor allem Mac OS X verstärkt ins Visier der Malware-Autoren geraten. 33 von 35 neuen Schadprogrammen für den Mac wurden zwischen Juli und Dezember 2007 entdeckt, was Kaspersky in eine Zunahme von 1550 Prozent umrechnet.
Konzentriert man sich auf den Vergleich der bekanntesten Desktop-, Server- und Handy-Betriebssysteme wird allerdings deutlich, dass Windows weiterhin bei weitem die "beliebteste" Plattform für Virenautoren ist. Während Kaspersky über 236.000 Schadprogramme für Microsofts Betriebssystem nachwies, waren es bei *NIX lediglich 602, bei Mac OS wie erwähnt 35 und bei Mobilplattformen zusammen 63.
Prozentual wird das extreme Verhältnis zwischen Windows- und Non-Windows-Malware noch deutlicher. 99,66 Prozent aller Schadprogramme haben Windows im Visier. Der gesamte Malware-Bericht von Kaspersky Labs lässt sich auf der Homepage des Unternehmens einsehen.
Weitere Informationen: Kaspersky - Malware-Evolution 2007
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